„Denk mal an den 20 Juli 1944“ – Workshop für junge Erwachsene: 28. – 30. November 2025 in Berlin

Im Jugendworkshop für Studentinnen und Studenten wollen wir klären, wie, warum und wozu wir an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus erinnern wollen und müssen?
Kann uns denn die Erinnerung an den Widerstand gegen Hitler egal sein?
Wenn nicht, wie kann die Erinnerung dann zum Ausdruck gebracht werden? Und mit welcher Absicht, in welcher Form, für welche Zielgruppe?
Diese grundlegenden Fragen sollen im Workshop ausführlich diskutiert werden, um dann selbst aktiv zu werden und ein eigenes Denkmal zu entwerfen.

–> Hier gibt’s mehr Infos: https://zwanzigster-juli.de/denk-mal-an-den-20-juli/

–> Hier geht’s zur Anmeldung: mail@jakob-kaiser-stiftung.de

–> Hier können Fragen gestellt werden: andresian.vaneh@gmail.com

Geist und Barbarei – Kultur im Widerstand?

Bericht zur XXXVII. Königswinterer Tagung, 2025

Mit dem Titel „Geist und Barbarei – Kultur im Widerstand?“ stellte die XXXVII. Königswinterer Tagung eine grundlegende Frage nach der politischen und ethischen Verortung von Kultur in totalitären Systemen. Im Zentrum stand die Ambivalenz kulturellen Handelns unter den Bedingungen nationalsozialistischer Herrschaft: Wie reagierten Künstlerinnen und Künstler auf ideologischen Zugriff, Zensur und Propaganda? Welche Formen ästhetischer Opposition, symbolischer Selbstbehauptung oder stiller Dissidenz ließen sich im kulturellen Feld erkennen – und mit welchem Risiko wurden sie artikuliert? Die Beiträge der Tagung nahmen ganz unterschiedliche kulturelle Akteure – von Schriftstellern und Kabarettisten über Künstlerinnen und Karikaturisten bis hin zu Filmschaffenden und Jugendlichen in Subkulturen – innerhalb eines repressiven Regimes, das systematisch versuchte, geistige und kulturelle Ausdrucksformen zu kontrollieren, zu instrumentalisieren oder zu vernichten, in den Blick.

„Geist und Barbarei – Kultur im Widerstand?“ weiterlesen

Gemeinsamen Reise vom 22. bis 26. Juni 2025 nach Kreisau

Endlich ist es soweit! Wir laden Sie herzlich zu der gemeinsamen Reise der Freya von Moltke-Stiftung für das Neue Kreisau und der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e. V. ein, die vom 22. bis 26. Juni dieses Jahres stattfinden soll.
Die Teilnehmenden können sich auf ein vielfältiges Programm mit mehreren Höhepunkten freuen. Neben der intensiven Auseinandersetzung mit der Geschichte und dem Wirken Kreisaus, werden wir uns auf der Reise mit der deutsch-polnischen Nachbarschaft und den aktuellen Herausforderungen Europas befassen. Zu Beginn blickt die Osteuropa-Historikerin Dr. Franziska Davies vor dem Hintergrund der Geschichte des 20. Jahrhunderts auf die Zukunft Europas und den Krieg im Osten. Am zweiten Abend erzählen die Nachkommen der Mitglieder des Kreisauer Kreises aus ihren Erinnerungen. Helmuth Caspar von Moltke wird in unserem Beisein für seinen Einsatz für Kreisau und die deutsch-polnischen Verständigung mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Tiefere Einblicke in die Leben zweier starker Kreisauer Persönlichkeiten geben die Biografinnen von Ewa Unger und Freya von Moltke. Zudem liest Karolina Kuszyk aus ihrem Buch „In den Häusern der Anderen“, einem mehrfach ausgezeichneten Werk über das polnische Leben mit den deutschen Spuren in Westpolen. 
Wir freuen uns auf Ihre Interessenbekundungen und darauf, mit Ihnen zusammen Kreisau zu erleben und ins Gespräch zu kommen.
Alle Anmeldungen gehen bitte direkt an die Freya von Moltke-Stiftung: Anmeldebogen, Infoblatt und Programm.
Mit herzlichen Grüßen 
Dr. Christoph Studt Stellvertretender Vorsitzender der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e. V.
Dr. Anna Quirin  Geschäftsführerin der Freya von Moltke-Stiftung für das Neue Kreisau 

XXXVII. Königswinterer Tagung: 21.- 23. Februar 2025 startet mit charmanter Chansonette

Drei Tage mit vielen Vorträgen zum Thema „Geist und Barbarei – Kultur im Widerstand?“ liegen hinter uns. Die XXXVII. Königswinterer Tagung wurde erneut in bewährter Zusammenarbeit zwischen der Forschungsgemeinschaft und ihrem langjährigen Kooperationspartner, der Jakob-Kaiser-Stiftung, durchgeführt. Verschiedene Facetten des kulturellen Lebens im „Dritten Reich“ haben uns beschäftigt, und es wurde die Frage erörtert, ob aus dem jeweiligen Metier Widerstand in seinen unterschiedlichen Ausformungen zu erwarten war bzw. ob und wie er geleistet wurde.

Ein vielfältiges Programm mit schmissigen Liedern zum Kabarett im „Dritten Reich“, Swing und Film sowie tiefen Einblicken in die Reichskulturkammer, „Innere Emigration“ sowie zu den Persönlichkeiten Erich Kästners und Carl Zuckmayers etc. rundeten die vielfältigen Aspekte vor einer großen Zuhörerschaft ab. 

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde Prof. Joachim Scholtyseck für sein großes Jahrzehnte langes Engagement in der Forschungsgemeinschaft gedankt!

Der ausführliche Bericht zur Königswinterer Tagung folgt in Kürze
*** Save the Date: Die nächste Tagung findet vom 20. bis 23.02.2026 statt ***

„XXXVII. Königswinterer Tagung: 21.- 23. Februar 2025 startet mit charmanter Chansonette“ weiterlesen

„In aller Munde und vor aller Augen?“ Die Wahrnehmung des Widerstandes gegen das NS-Regime in achtzig Jahren

Bericht zur XXXVI. Königswinterer Tagung, 2024

In den achtzig Jahren seit dem Attentat vom 20. Juli 1944 haben sich Begriffe und Symbole des Widerstands gegen den Nationalsozialismus tief ins kollektive Gedächtnis der Bundesrepublik eingegraben und gelegentlich eine populäre, unkritische Verwendung erfahren: Ob der „Aufstand des Gewissens“, das „andere Deutschland“, das „geheime Deutschland“ oder die „Wirmer-Flagge“ – in acht Jahrzehnten wurden Begriffe, Symbole und Erinnerungsformen des Widerstands immer wieder aus ihrem ursprünglichen Bedeutungskontext herausgelöst, neu konnotiert und nicht selten völlig umgedeutet. Die 36. Königswinterer Tagung untersuchte diese Wahrnehmungen und (Um-)Deutungen des Widerstands in drei Sektionen: Die erste untersuchte prägende Begriffe des Widerstandes auf Herkunft, Bedeutung und Missbrauch; die zweite Sektion analysierte die unmittelbaren Folgen des Widerstandes für die verwitweten Ehefrauen und Angehörigen, sowohl unter nationalsozialistischer Herrschaft wie im zunächst wenig freundlichen bundesrepublikanischen Umfeld, als auch in dem Versuch, diese historischen Episoden als nachgestellte Erfahrungen via Social Media für ein modernes Publikum aufzubereiten. Und die dritte Sektion beleuchtete schließlich die „sichtbare“ Seite des Widerstands in umstrittenen Denkmälern, der Optimismus verbreitenden „Victory“-Geste Churchills sowie der gegenwärtigen Renaissance und missbräuchlichen Verwendung der im Kontext christlichen Widerstands entworfenen „Wirmer-Flagge“.

„„In aller Munde und vor aller Augen?“ Die Wahrnehmung des Widerstandes gegen das NS-Regime in achtzig Jahren“ weiterlesen

Verabschiedung von HMR beim DFF

Hans-Manfred Rahtgens hat nach über 15 Jahren seinen Vorstandsposten beim Dorothee-Fliess-Fonds (DFF) zum 1. Januar 2024 an Fritz Delp übergeben.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung auf der Königswinterer Tagung ehrt Friedrich von Jagow ihn für sein jahrelanges leidenschaftliches und erfolgreiches Engagement beim DFF.

Auch im Namen aller Stipendiaten bedanken wir uns und wünschen ihm alles Gute!

Seminar für Studierende und Young Professionals der „Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V.“ in Kreisau

Vom 16. bis zum 20. Mai 2023 hatten einige Studenten der Bonner Geschichtswissenschaft die Möglichkeit, an einem Jugendworkshop der „Forschungsgemeinschaft 20.Juli 1944“ in Kreisau/Krzyzowa (Polen) teilzunehmen.
Die Veranstaltung, die sich mit der Widerstandsgruppe des „Kreisauer Kreises“ und dessen Ideen für ein neues, anderes Deutschland nach Hitler auseinandersetzte, wurde von Daniel E.D. Müller und Louisa-Sophie Reckmann geleitet.

„Seminar für Studierende und Young Professionals der „Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V.“ in Kreisau“ weiterlesen

Die Bundesrepublik Deutschland und der Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Bericht zur XXXV. Königswinterer Tagung, 2023

Wie ging die Bundesrepublik mit dem Widerstand gegen die NS-Diktatur um, wo sich doch die Karrieren vieler Nationalsozialisten ohne größere Brüche in Polizei, Justiz und Ministerien auch der jungen Demokratie fortsetzen ließen? Wie sah die wissenschaftliche Erforschung des Widerstands aus, wenn die bundesrepublikanische Gesellschaft mehrheitlich noch in den hohen 1950er-Jahren Widerstand gegen Hitler als Verrat an dem im Krieg stehenden Vaterland auffasste? Zum fünfzigsten Jubiläum der Gründung der „Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944“ thematisierte deren XXXV. Königswinterer Tagung im Bonner „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ die Rezeptions- und Forschungsgeschichte des Widerstands in der Nachkriegsdemokratie.

„Die Bundesrepublik Deutschland und der Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ weiterlesen