Emotionales Wiedersehen auf Königswinterer Tagung 2022

Die XXXIV. Königswinterer Tagung fand vom 26.-28. August 2022 nach zweieinhalb Jahren pandemiebedingter Pause endlich wieder in Präsenz statt. Über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter zwischen 17 und 87 Jahren kamen nach Bonn zu dieser außerordentlichen Sommertagung. Hatte sich der ein oder die andere schon zum 78. Jahrestag der Stiftung 20. Juli 1944 in Berlin getroffen, so war das Zusammentreffen von Historikerinnen, Akademikern, Studierenden, Schülern, Interessierten sowie Angehörigen in der alten Bundeshauptstadt besonders herzlich und konnte mit einigen Highlights punkten.

Erwartungsvolles Publikum im Tagungsraum der CJD in Bonn
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Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein erhält den Dorothee-Fliess-Preis für Widerstandsforschung

Linda von Keyserlingk-Rehbein erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Dorothee-Fliess-Preis für Widerstandsforschung 2021 für ihre Arbeit über das Netzwerk des 20. Juli 1944. Die Preisverleihung erfolgte bedingt durch die Corona-Pandemie erst im Rahmen der XXXIV. Königswinterer Tagung in Bonn am 27. August 2022.

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Verabschiedung aus dem Vorstand: Fritz Delp

Nach 22 Jahren intensiver Zusammenarbeit und Beratung verlässt Fritz Delp aus eigenem Wunsch den Vorstand der Forschungsgemeinschaft. Der beliebte Wormser Pfarrer Delp, mit den familiären Bezügen als Neffe von Alfred Delp SJ und den Verbindungen zum Kreisauer Kreis, ist aus der Forschungsgemeinschaft nicht wegzudenken.

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„Mit jedem Leben, das wir retteten, bekämpften wir Hitler!“

Der XXXI. Tagungsband zur Königswinterer Tagung ist in der Schriftenreihe der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V. erschienen.

Die Ansicht, dass europäische Juden zwischen 1938 und 1945 keinen Widerstand geleistet hätten, ist nach wie vor recht weit verbreitet. Aber ist diese Annahme überhaupt zutreffend? Kann in diesem spezifischen Fall als Widerstand nur Aufstand und Waffengewalt gelten oder gehört nicht vielmehr unter den Bedingungen eines totalitären Regimes schon die Missachtung bzw. das Unterlaufen von Gesetzen und Verordnungen dazu? Wie sieht es mit der Entfaltung kultureller Aktivitäten zum Zwecke der Selbstbehauptung aus; was ist mit dem Versuch, Menschenleben zu retten durch Vorbereitung auf ein Leben anderswo, bzw. der Fluchthilfe? Der Band zur XXXI. Königswinterer Tagung widmet sich thematisch diesen Fragen.

Unser Auftrag

Die Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V. sieht sich verpflichtet, alle Bemühungen zu unternehmen, um die wissenschaftliche Erforschung des deutschen Widerstandes gegen die Nationalsozialisten anzuregen, die Darstellung dieses Kapitels deutscher Geschichte zu fördern und über das „andere Deutschland“ zu informieren und dessen Vermächtnis zu bewahren.

Zukunftsorientiertes Ziel ist allerdings auch, zur Sicherung des Friedens beizutragen und im Geiste großer Teile des Widerstands für die Völkerverständigung und ein vereintes, friedliches Europa einzutreten.

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