Paris-Reise vom 18. bis 20.11.2011

Gemeinsame Reise der Stiftung 20. Juli 1944 und der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V.

Der Ausbau der Kontakte zu der Association des Mémoires du Mont Valérien stand im Mittelpunkt der Begegnungsreise vom 18. bis 20.11. in Paris. Die Association hatte ihrerseits die Stiftung 20. Juli 1944 anlässlich der Gedenkfeierlichkeiten am 20. Juli 2011 in Berlin besucht.

Am Vorabend des Beginns des offiziellen Programms wurde den zwanzig aus Deutschland angereisten Teilnehmern zur Einstimmung der Film von Chronos Media „Der 20. Juli 1944 in Paris“ gezeigt.

Der erste Teil des offiziellen Programms bestand dann am 19.11. in einer Führung durch das Museum Jean Moulin durch die leitende Direktorin, Madame Levisse-Touzé. Darauf folgte eine Begegnung im „Blauen Salon“ des Hotel Raphael an der Avenue Kléber mit Madame Tellier, Presidente der Association des Mémoires du Mont Valerién und Herrn B. Mayer als Beauftragter für die internationalen Verbindungen der Association.

Gemeinsam ging man anschließend zur Teilnahme an der Zeremonie „Réanimation de la Flamme“ unter dem Arc de Triomphe, Place de l’Etoile. Dort wartete Kapitänleutnant A. Faber auf die Delegation. Es erfolgte eine kurze Einweisung in den offiziellen Ablauf der Zeremonie und der Kranzniederlegung durch die deutsche Delegation und durch andere Verbände. Madame Tellier und Harald von Linstow legten gemeinsam einen deutsch-französischen Kranz anlässlich der Zeremonie der „Ewigen Flamme der Erinnerung“ nieder. 

Jugendworkshop 2018: Wie eine Reise in die Vergangenheit

Eine Zeitreise in die Geschichte scheint auf dem ersten Blick eine Fiktion zu sein. Es ist nicht möglich, per Knopfdruck in die Welt der Vergangenheit zu gelangen, aber der durch die Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V. organisierte Jugendworkshop hat nicht nur das Wissen der Teilnehmer bezüglich der Funktionsweise des NS-Staates erweitern können, sondern ermöglichte einen Einblick in die Problematik des Widerstandes durch tiefergehende Beschäftigung mit dessen Protagonisten.

„Jugendworkshop 2018: Wie eine Reise in die Vergangenheit“ weiterlesen

Bericht zur XXXII. Königswinterer Tagung erschienen

Wie konnte sich seit dem Regierungsantritt der Nationalsozialisten der moralische Referenzrahmen innerhalb kürzester Zeit derart verschieben, dass der bürgerliche Humanismus deutscher Eliten in eine Moral des „Herrenmenschentums“ umschlug und hierdurch Genozid und Vernichtungskrieg erst in den Bereich des sittlich Möglichen rückten? Diese nach wie vor paralysierende Frage hatte sich die Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 als Thema für ihre XXXII. Jahrestagung in Bonn aufgetragen. Welche subtile Wirkung dabei die nationalsozialistische Sprache ausübte, in welchen lange vor 1933 einsetzenden Kontinuitätslinien der Wertewandel im „Dritten Reich“ stand und wie und aus welchen vielfältigen Motiven sich Widerstand gegen die verheerende Verschiebung des moralischen Referenzrahmens erhob, waren dabei nur einige Aspekte, die auf der Tagung mit dem Titel „Vom bürgerlichen Humanismus zum „Herrenmenschentum“ – Die Transformation moralischer Werte als Ausgangspunkt für den Widerstand im „Dritten Reich““ diskutiert wurden.

„Bericht zur XXXII. Königswinterer Tagung erschienen“ weiterlesen

Bericht zur XXXI. Königswinterer Tagung erschienen

Hatten Anpassung und Passivität als Ergebnis ihrer langen Verfolgungsgeschichte dazu geführt, dass die Juden Europas gegen die NS-Vernichtungspolitik keinen Widerstand leisteten? Dieser oft vorgebrachten Ansicht wollte die Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 auf ihrer XXXI. Jahrestagung zum Thema „Jüdischer Widerstand und der Widerstand und die Juden“ nachspüren. Wie ein _jüdischer Widerstand_ zu fassen wäre, welche verschiedenen Ausdrucksformen und Handlungsräume _jüdischen Widerstands_ es überhaupt geben könnte und inwiefern der „deutsche Widerstand“ sich mit der „Judenfrage“ befasste, waren erkenntnisleitende Fragestellungen der Tagung.

Weiterlesen

Bericht über die XXVII. Königswinterer Tagung

Tagungsthema: Das Vermächtnis ist noch in Wirksamkeit, die Verpflichtung noch nicht eingelöst.“ –
Der Widerstand gegen das ‚Dritte Reich‘ in Öffentlichkeit und Forschung seit 1945

Ein Bericht von Gabriel Rolfes, Christian Günther, Dennis Sennekamp, Institut für Geschichtswissenschaft, Abteilung für Geschichte der Neuzeit, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Theodor Heuss prägte vor 60 Jahren in seiner Gedenkrede zum zehnten Jahrestages des versuchten Hitler-Attentats vom 20. Juli 1944 eine geschichtswirksame Formel, unter deren Rubrum die „Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V.“ gemeinsam mit der Stiftung „20. Juli 1944“ und in Kooperation mit der Jakob-Kaiser-Stiftung vom 21. bis 23. Februar 2014 zu ihrer Jahrestagung im Tagungs- und Bildungshaus des Christlichen Jugenddorfwerkes (CJD) in Bonn einlud.

Unter der Losung „Das Vermächtnis ist noch in Wirksamkeit, die Verpflichtung noch nicht eingelöst.“ (Th. Heuss) – Der Widerstand gegen das ‚Dritte Reich‘ in Öffentlichkeit und Forschung seit 1945 waren in diesem Jahr wieder etwa 120 Veranstaltungsteilnehmer zusammengekommen. In vier thematisch getrennten Sektionen untersuchten die Tagungsbeiträge die bundesrepublikanische Rezeptionsgeschichte des Wider-standes gegen den Nationalsozialismus an Beispielen aus der Gedenk- und Populärkultur, Literatur und Film, der Bundeswehr sowie der juristischen Auseinandersetzung.

„Bericht über die XXVII. Königswinterer Tagung“ weiterlesen

Kontrovers: Wo beginnt Widerstand?

Fridays for Future, Montagsdemo, Hambacher Forst – sie alle sind zu Schlagworten für den organisierten Protest gegen politische Entscheidungen geworden. Angehörige sämtlicher Generationen und unterschiedlichster gesellschaftlicher Gruppen machen mobil – und zeigen durch zivilen Ungehorsam, dass in ihren Augen etwas nicht stimmt in ihrer Gemeinde, ihrem Land, der Welt. Gilt das in einer parlamentarischen Demokratie als Widerstand? Oder ist dieser Begriff aktiven Umsturzversuchen und der Beseitigung von Tyranneien vorbehalten? Mit dieser durchaus kontroversen Frage hat sich die XXXIII. Königswinterer Tagung der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 und der und Jakob-Kaiser-Stiftung in Bonn beschäftigt.

„Kontrovers: Wo beginnt Widerstand?“ weiterlesen

Bundespräsident Steinmeier: Mehr Aufmerksamkeit für Thema Widerstand

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dazu aufgerufen, Widerstand gegen den Nationalsozialismus in all seinen Facetten, vor Missbrauch durch radikale Populisten zu schützen. „Der Widerstand kämpfte gegen Totalitarismus, Rassenhass und Völkermord.Wer heute wieder Hass schürt, wer neuen Nationalismus predigt und mit und mit autoritären Regimen kokettiert, der hat kein Recht, sich auf den Widerstand und seine Symbole zu berufen“, schrieb Steinmeier im Juli in einem Brief anlässlich des 75. Jahrestags des Stauffenberg-Attentats auf Adolf Hitler an den Vorsitzenden der Stiftung 20. Juli 1944, Prof. Dr. Robert von Steinau-Steinrück.

In dem Brief spricht sich der Bundespräsident auch dafür aus, das Thema Widerstand stärker in den Fokus zu rücken: „Zur Erinnerung an den Nationalsozialismus gehören nicht nur Verbrechen und Opfer, sondern auch die wenigen, die sich gegen Unterdrückung und Unmenschlichkeit mutig auflehnten. In all seiner Vielfältigkeit ist der Widerstand ein bedeutender Teil der deutschen Freiheitsgeschichte. Diese verdient insgesamt noch mehr Aufmerksamkeit.“

Das gesamte Schreiben können Sie hier nachlesen.

Jugendworkshop 2018: In der Rolle von Moltke, Delp und Co.

15 junge Geschichtsinteressierte sind am letzten Novemberwochenende in Berlin in die Rolle von Mitgliedern des Kreisauer Kreises geschlüpft, um in einem Planspiel über die Zeit nach Hitler zu diskutieren. Beim Jugendworkshop der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 ging es in diesem Jahr um das „Herrschaftschaos im NS-Staat und der Widerstand gegen Hitler“. 

„Jugendworkshop 2018: In der Rolle von Moltke, Delp und Co.“ weiterlesen